Aktivitätsüberwachung – „Mir gehts gut“

Zuletzt aktualisiert am 10.01.2018

Bearbeitungsstand: Impuls [Entwurf]

Durch den Wegzug der Kinder sind die Eltern allein. Die Sorge der Kinder um die Eltern wirkt zunehmend stigmatisierend-belastend.
Die Kinder erhalten regelmäßig die Botschaft „Alles okay, uns/mir gehts gut“, ohne sorgend bei den Eltern nachhaken zu müssen.
Die Eltern reduzieren das Risiko, länger als eine definierte Zeit unentdeckt in einem unerwünschten Zustand zu verbringen. Eltern und Kinder werden von der stigmatisierend wirkenden Routinefrage (!), ob alles in Ordnung ist entlastet.
Anlassbezogene Sorge wird als fürsorglich empfunden und ist erwünscht
Finden Sie Aktivitätsmonitoring-Systeme und Kriterien, mit denen ein passendes System ausgewählt werden kann.
Messenger, Aktivität, activity, Inaktivität, inactivity, Monitoring, Überwachung, Erkennung, Tagestaste,
TeleCare, Telemonitoring, Domotik, Hilflosigkkeitserkennung,

Lösungsansätze

–> Notfallmonitoring

  • Rollladen-Nachbarschaft: Wenn der Rollladen nicht typisch nach oben gezogen wurde, und kein Anzeichen für (Kurz-)Urlaub vorliegt, machen sich die Nachbarn sorgen und schauen nach dem Rechten.
  • Familiengruppe: Über einen Messenger-Dienst wird eine Familien-Gruppe eingerichtet. Statt sorgend nachzufragen besteht so die Möglichkeit, durch positive Teilhabe zu erfahren, dass alles in Ordnung ist.
  • Aktivitätserwartung: Bestimmte Aktivitäten (z.B. Bewegung, Kommunikationsverhalten, Teilnahme an gebuchten Terminen,…)
    • mobile Indikatoren (+Sensoren):
      • Bewegung (z.B. Gyro-Pedometer, GPS-Bewegungsraum) 
      • Kommunikationsverhalten (Google-Play-Daten aus der Smartphone-Nutzung oder Kontaktnutzung)
    • ortsgebundene Indikatoren (+Sensoren):
      • Bewegung (z.B. Bewegungs- oder Präsenzmelder)
      • Steuerungsverhalten (z.B. Lichtschalter, Rollladen, Herd)
      • Nutzungsverhalten (z.B. Kühlschranksensor, Wasserverbrauch, Mülleimersensor)

Lösungen (Sondierung)

mobil

Diverse | Fitness-Armbänder
Diverse | Smart-Watches
Diverse | Sensoren im Smartphone
movisens – Sensoren (Gyro, Luftdruck, Temperatur, EKG, Licht, EDA) + App
Omron – CaloriScan (Kalorienverbrauch, Schrittzähler)
Eventlogger (Forschungsprojekt der TUM 2012)

ortsgebunden

Future-Shape | SensFloor (Kapazitiver Boden-Sensor)
Berger | Medaillon mit Bewegungssensor
DIY Raspberry-Pi (Wasserverbrauchsbasiert)
Climax (Hausnotrufgerät mit verschiedenen Sensoren)
escos | Copilot
easierLife | ambioassist
Cibek | Mein Paul

Kriterien (Brainstorming)

  • Datenschutz/Informationelle Selbstbestimmung (z.B. Text zu Sprache, Sensormonitoring, Nachbarschaftliche Überwachung)
  • Alltagsnutzen (z.B. Teilhabe, Wohnungssteuerung, Bewegungsförderung, Prävention, Therapietagebuch, Verbesserte Artzt-Patienten-Kommunikation)
  • Alltagsrisiken (z.B. moralisches Unbehagen, Sensorgläubigkeit, Rebound-Effekte)
  • Notfallnutzen: Zuverlässigkeit, Fehl- und Störalarme
  • Funktionsprinzip
  • „Sicherheits“-Versprechen – Kennzahlen aus der Praxis (Dezile der Auslösezeiten in der Praxis)
  1. 10.01.2019 Impulsformulierung + sondierende Recherche

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