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Pflegen. Wissen. Teilen.

Laborablauf

Laborablauf
Der Laborablauf beginnt immer mit einem konkreten Einzelfall und dessen Kontext. Bisher hat sich die Kommunikation per Video für uns bewährt, weil der Kern des Problems so rasch dokumentiert und greifbar gemacht werden kann.

Ausgangslage für die Laborarbeit ist eine präzise Bedarfsbeschreibung. Wir konzentrieren uns dabei auf ein Problem mit genau einem Ziel. Dennoch kann es sinnvoll sein, assoziierte Probleme, Ziele und Rahmenbedingungen zu kommunizieren. Weil die Kommunikation der Foto und Video wichtige ethische und rechtliche Frage aufwirft, bearbeiten wir zunächst ausschließlich Fälle, deren öffentliche Kommunikation für alle Beteilgten auch nach kritischer Reflexion kein Unbehagen aufwirft.

Laboranfrage: Welche Informationen braucht WiQQi?

Art und Umfang der Information müssen in Abwägung der erwünschten und unerwünschten Effekte begründet werden.

Ziel der Laboranfrage ist es, ein Problem gemeinsam zu lösen. Hierzu müssen Informationen Teilen. Ein "zu viel" wie auch ein "zu wenig" muss sowohl für die ratsuchene Person als auch die Gemeinschaft in WiQQi vermieden werden. Das "richtige Maß" der Informationen ist daher vom Einzelfall abhängig.

  • Implizites Wissen ist dann beteiligt, wenn Sie bei einer Problembeschreibung nur schwer auf Gestik verzichten können oder immer wieder die Räumliche Umgebung oder andere Einflüsse beschreiben müssen.

Lösungen
 

explizite Information

implizite Information

Momente

Verläufe

8 Lösungen mit 4 Kriterien | Legende: Ja, Nein, Bedingt

Informationstransfer: Über welchen Kanal kommuniziere ich mit WiQQi?

Die Wahl des Kommunikationskanals hängt vom Inhalt ab.

Wir bieten die auf der Kontaktseite benannten Kanäle an, um Informationen auszutauschen. Entscheidungsleitend waren für uns im Wesentlichen die Kriterien der Praktikabilität sowie des Datenschutzes (in unterschiedlicher Zusammensetzung). Wir freuen uns auf weitere Anregungen.

  • Entscheidend für die Wahl des Kanals ist die Frage, was und wie viel kommuniziert werden soll. Folgende Kriterien helfen bei der Entscheidungsfindung:

Lösungen
 

physischer Austausch

digitale Kopie

Zeit - Distanzabhängig

Zeit - Informationsvolumen

Zeit - Transporttaktung

10 Lösungen mit 5 Kriterien | Legende: Ja, Nein, Bedingt


Laborplanung: Wie werden die Einzelfälle priorisiert?

Aktuell erfolgt die Priorisierung zur Bearbeitung der Labore nach Eingangsdatum.

Ziel der Laborplanung ist es, Fälle gezielt und planbar zu lösen. Priorisiert werden kann nach verschiedenen Kriterien: Dringlichkeit für Betroffene oder Pflegende, Zahl der Betroffenen, Zahl der Menschen, die sich für die Lösung engagieren, Einschätzung, wie aufwändig ein Problem zu lösen ist.

  • Aktuell treffen wenige Fälle auf wenig Zeit zur Bearbeitung. Wir arbeiten einen Fall nach dem anderen ab.
  • Falls es weniger Aufwand bedeutet, einen Fall sofort zu Beantworten als für später zu planen, behalten wir uns vor, den Fall sofort zu bearbeiten.

Laborstandort

Derzeit werden Fälle im WiQQi-Studio bearbeitet.

Die Labore werden derzeit ehrenamtlich entlang der allgemeinen Entwicklungsarbeit in WiQQi mit einem Umfang von 1-3 Tagen je Woche bearbeitet bearbeitet.

  • Derzeit bearbeiten wir alle Fälle aus dem WiQQi-Studio heraus.

Schritt 1: Problemanalyse

Probleme sind der Ausgangspunkt - sie verdeutlichen das Unerwünschte.

Ziel der Problemanalyse ist, das Problem und das damit verbundene Ziel genauer zu verstehen:

  • Probleme sind präzisiert: Was genau ist das Problem, das Unerwünschte? Wodurch wird es beeinflusst?
  • Ziele sind messbar formuliert: Welches Ziel kann durch das Problem nicht erreicht werden? Woran erkenne ich, dass ich ein Ziel erreicht habe?
  • Positiv formulieren: Aus dem ersten Impuls, dass etwas unerwünschtes "nicht" mehr sein soll wird herausgearbeitet, was genau sein soll, oder wann und wie das unerwünschte verschwindet.
  • Bisherige Lösung: Wie wird bisher mit dem Problem umgegangen? Das gibt einen ersten Rückschluss auf die Ressourcen und hilft ggf. anderen in ähnlicher Situation.
Praxisbeispiel Gurkenglas: Wir wurden gebeten, eine Lösung zum Öffnen eines Gurkenglases zu finden: „Das geht zu schwer“.
  • Bisherige Lösung: Zwei Personen haben das Glas gemeinsam geöffnet - eine Person hält den Deckel, die andere das Glas.
  • Positiv formulieren: "Ich bekomme es allein nicht auf" wird auf Nachfrage ("Was passiert, wenn Sie es allein öffnen?") zu "Mir rutscht das Glas in der Hand."
  • Problempräzisierung: Das Gurkenglas erfordert mehr Handkraft/Grip zum Halten, als mit einer Hand allein aufgebracht werden kann.
  • Ziel: Ich kann das Gurkenglas allein öffnen.

Schritt 2: Recherche

WiQQi teilt Rechercheergebnisse und Erfahrungen. So kann die Zeit zur Recherche zur Aktualisierung und Korrektur von Ergebnissen, statt zu deren doppelten Erhebung eingesetzt werden.

Ziel der Recherche ist es, die Vielfalt möglicher Lösungsoptionen aufzufächern. Wir nutzen dabei unterschiedliche Suchstrategien, verschiedene Suchmaschinen und Datenbanken. Dieser Prozess ist zeitaufwändig, deshalb dokumentieren und teilen wir in WiQQi Rechercheergebnisse. Das erleichtert die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit. Die Recherche wirft Fragen auf, die wir in WiQQi als Kriterien festhalten und mit Erfahrung beantworten wollen.

  • Grundgedanke von WiQQi ist, in der Erfahrung der Praxis zu "recherchieren". Das beginnt mit der bisher eingesetzten Lösung.

Praxisbeispiel Gurkenglas: In der Vergangenheit wurde das Glas geöffnet, indem mit einer Hand das Glas und mit der anderen der Deckel geöffnet wurde und gegeneinander gedreht wurde.

  • Behelfslösung: Die bestehende Lösung war, das Gurkenglas zu zweit zu öffnen: Person 1 Hält das Glas mit zwei Händen, Person 2 dreht den Deckel mit zwei Händen. ⇒ Die aufgebrachte Kraft und die aufgebrachte Reibung wurde erhöht – aber auch die Zahl der benötigten Personen und damit unerwünschte Abhängigkeit erzeugt.
  • Weitere Lösungsansätze:
    • Hebel einsetzen: Durch einen vergrößerten Hebel wird die vorhandene Kraft vergrößert, indem mehr Weg Zurückgedreht wird (z.B. Gurtbandschlüssel, Klebeband)
    • Kraftaufwand reduzieren: Durch einen Druckausgleich wird das Vakuum im Glas aufgehoben oder reduziert oder Deckelreibung reduziert und dadurch die notwendige Kraft verringert (z.B. Heißwasser-Anwendung, Vakuum zerstören bzw. Druckausgleich)
    • Reibung erhöhen: Durch abtrocknen/reinigen der Hände, Gummi-Zwischenstücke etc. wir die Reibung zwischen Hand und Glas erhöht.
    • Hand freigeben: Durch Klemm- und Haltevorrichtungen kann auch eine Hand freigegeben werden, so dass nur noch Deckel oder Glas gehalten werden muss.

Schritt 3: Bedarfspräzisierung

Je mehr Erfahrung wir in WiQQi gebündelt haben, desto mehr Nachfragen können wir bereits im Erstgespräch vorwegnehmen. Dennoch wird es immer zu Nachfragen kommen, wenn wir in der Recherche an Erfahrung gewinnen.

Derzeit machen wir die Erfahrung, dass die Recherche auch umfangreiche Detailfragen mit sich bringt. Diese Detailfragen ergeben sich aus der Erfahrung, die die Recherche mit sich bringt. Diese Nachfragen können wir vorwegnehmen, wenn wir eine erfahrene Person zum Erstgespräch hinzuziehen. Je mehr Erfahrung wir in WiQQi gebündelt haben, desto mehr Nachfragen können wir auch aus WiQQi heraus vorwegnehmen.

  • Grundgedanke in WiQQi ist, die Beratung für alle Parteien zu vereinfachen, indem wir möglichst viele der klassischen Nachfragen bereits im Erstgespräch stellen.

Praxisbeispiel Gurkenglas: Mit dem Ausprobieren der ersten Lösung wurden die ersten Detailfragen vorweggenommen.

  • Zangenlösungen: Der Bedarf wurde im ersten Augenblick von uns falsch verstanden. Die Zangenlösungen machten die Anforderung transparent, dass die Lösung mit nur einer Hand funktionieren muss.

Schritt 4: Testung

Die Betroffenen und Interessierte bewerten Lösungen. Gemeinsam leiten wir aus dieser Bewertung allparteiliche Kriterien ab, die in der nächsten Beratung aber auch in der weiteren Recherche entscheidungsleitend sind.

Während die Recherche durch Vorüberlegungen zu Erkenntissen führt, führt die leibliche Testung zu Erfahrungen, die mit weiteren Fragen verbunden sind. Durchschlagenden Erfolg konnten wir mit dem Ansatz der Perspektivenvielfalt erzielen. Weil unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen, Handlungsweisen aber auch Missverständnisse zu vertieften Erkenntnissen führen.

  • Grundgedanke in WiQQi ist, Erfahrung in Labor, Bürgerlabor und Reallabor zu sammeln.

Praxisbeispiel Gurkenglas: Das Testen von Lösungen in verschiedenen Settings führte zu verstärkter Interaktion, Klarheit und zielführender Erkenntnis.

  • Zangenlösungen: Der Bedarf wurde im ersten Augenblick von uns falsch verstanden. Die Zangenlösungen machten die Anforderung transparent, dass die Lösung mit nur einer Hand funktionieren muss.
  • Unterschranklösung: Eine Unterschranklösung führte zur Anforderung, das ein Tremor nicht zum Verschütten des Inhalts führen darf. Gleichzeitig wurde für besondere Bedarfe bei bewegungseingeschränkten Schultern sensibilisiert.
    • Gleichzeitig wurde der funktionale Prototyp entwickelt. Uns wurde tatsächlich ein Brett vorbeigebracht, mit der Bitte, die Unteschranklösung auf dem Brett zu befestigen und dieses Brett mit einer rutschfesten Unterlage auszustatten. Dieser Entwicklungimpuls weckte die Erinnerung an die finale Lösung, die in der Nachrecherche gefunden wurde.
  • Batterie: Der Wartungsaufwand (aber auch die Lautstärke) einer Batteriebetriebenen Lösung führten zur Anforderung einer Batterielosen Lösung.
  • Größe der Lösung: In der Praktischen Handhabungen wurden einzelne Lösungen als zu groß für den persönlichen Kontext bewertet. Dieses Kriterium wurde aber im Einzelfall kompromissbereit angewendet.
  • Material: Im Reallabor wurde das Kriterium des Materials aufgeworfen. Einzelnen Personen war es unangenehm, einen weiteren Kunststoff-Gegenstand in der Küche zu haben.
  • Formfaktor: Im Reallabor wurde der spezielle Bedarf, ovale Bocksbeutelflaschen zu öffnen in das Kriterium des Formfaktors überführt.

Ergebnis: Verzehrfertiges Wissen

Ergebnis der Recherche ist verzehrfertiges Wissen in Form einer Tabelle, die Lösungen und Kriterien verbindet. Das Wissen kann jederzeit aktualisiert, ergänzt und erweitert werden.

Sobald eine Lösung gefunden ist, die aus Sicht des Einzelfalls bedarfsgerecht ist, wird die weitere Bearbeitung des Falles unterbrochen. Das Ergebnis - verzehrfertiges Wissen - kann in ähnlich gelagerten Fällen angewendet werden. Die Liste der Lösungen kann durch ergänzende Recherchen ergänzt und aktualisiert werden. Ebenso können durch neue Fälle neue Kriterien hinzugefügt werden. So kann sich das Wissen in WiQQi ständig erweitern und vermehren. Das Wissen wächst damit von Fall zu Fall - aus der Erfahrung der Praxis.

  • Grundgedanke in WiQQi ist, die Lösungen und Kriterien immer wieder zu aktualisieren und zu verbessern.
  • Das Wissen in WiQQi ist damit nie abschließend oder vollständig, aber für den Einzelfall hinreichend.

Lösungen
 

Hand ersetzen

Tremor

Batterien erforderlich

Größe

Vakuum lösen

Grip erhöhen

Hebel vergrößern

Eignung

Schulter

Vielzwecköffner »Twist«

Hersteller: Westmark GmbH

 Vielzwecköffner »Twist«
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Twist Jar Opener

Hersteller: Trudeau Corporation

Twist Jar Opener
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Baby Boa

Hersteller: Boa Tool Corp

Baby Boa
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Spill not Jar and Bottle Opener

Hersteller: Langham

Spill not Jar and Bottle Opener
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Jar Grips

Hersteller: Progressive

Jar Grips
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2in1 Nussknacker und Schraubverschlussöffner, 18cm

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

2in1 Nussknacker und Schraubverschlussöffner, 18cm
n.a.
n.a.
n.a.
n.a.
Help&Safe Multiöffner, 4in1

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

Help&Safe Multiöffner, 4in1
n.a.
n.a.
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n.a.
Multiöffner, 15cm, Edelstahl

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

Multiöffner, 15cm, Edelstahl
n.a.
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n.a.
Kellnerkorkenzieher

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

Kellnerkorkenzieher
n.a.
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Schraubdeckelöffner »Vacumex«

Hersteller: Westmark GmbH

 Schraubdeckelöffner »Vacumex«
n.a.
n.a.
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Help&Safe Flaschenöffner

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

Help&Safe Flaschenöffner
n.a.
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One Touch Deckelöffner

Hersteller: DS Produkte GmbH

One Touch Deckelöffner
Lift-Boy

Hersteller: Easy Life

Lift-Boy
n.a.
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Schraubdeckelöffner, 25,5cm

Hersteller: FACKELMANN GmbH + Co. KG

Schraubdeckelöffner, 25,5cm
n.a.
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TurnKey screw cap opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

TurnKey screw cap opener
TopUp bottle opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

TopUp bottle opener
MultiGrip bottle opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

MultiGrip bottle opener
SpinOff screw cap opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

SpinOff screw cap opener
TipTop carton opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

TipTop carton opener
JarKey Frost jar opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

JarKey Frost jar opener
JarKey jar opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

JarKey jar opener
JarKey Metal jar opener, black

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

JarKey Metal jar opener, black
JarKey Metal jar opener, shiny

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

JarKey Metal jar opener, shiny
JarKey Metal jar opener, white

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

JarKey Metal jar opener, white
Maxi JarKey ABS jar opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

Maxi JarKey ABS jar opener
CapOff screw cap opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

CapOff screw cap opener
CapKey screw cap opener

Hersteller: BRIX DESIGN A/S

CapKey screw cap opener
Deckelöffner Gripper BACKCARD | weiss

Hersteller: Kuhn Rikon AG

Deckelöffner Gripper BACKCARD | weiss

35 Lösungen mit 9 Kriterien | Legende: Ja, Nein, Bedingt

Evidence durch systematische Evaluation

Die Evaluation im Einzelfall erfolgt direkt nach der Erstanwendung und im Routinebetrieb. Die Evaluation ist durch den Laborablauf bereits vollständig vorbereitet.

Mit der Zielformulierung kann systematisch überprüft werden, ob das gesetzte Ziel im Reallabor erreicht wird. Auf Basis der begründeten Entscheidung kann der Erfolg der Lösung auch im Detail nachgefragt werden. Die Detailfragen sind insbesondere dann interessant, wenn das Ziel nicht erreicht werden kann. So kann unterschieden werden, ob der falsche Lösungsansatz gewählt wurde, die Lösung ihre Funktion nicht erfüllt, oder ob bisher unbedachte Effekte zum Tragen kommen.

  • Implementierung: Die Evaluation bei der Erstanwendung trägt dazu bei, offene Fragen zu klären und unerwünschte Effekte zu reduzieren.
  • Routine: Die Evaluation im Routinebetrieb untersucht die Langzeitwirkung einer Lösung und umgeht Verfälschungen, die durch das Neue gegeben sind.


Praxisbeispiel Gurkenglas:

  • Wurde das Ziel erreicht? - Können beide Personen das Gurkenglas selbständig öffnen?
    • Kann die gewählte Lösung mit einer Hand (im konkreten Fall mit zwei statt vier Händen geöffnet werden?)
    • Kann die Lösung trotz Tremor verwendet werden?


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