Pflegeruf

Zuletzt Aktualisiert am 04.04.2019

Bearbeitungsstand: BĂŒrgerlabor

Laborauftrag: Im BĂŒrgerlabor suchen wir weitere LösungsansĂ€tze und Lösungen, um Pflegende zu rufen. Wir möchten die Kriterien erweitern und besser formulieren, mit dem die Lösungen bedarfsgerecht eingesetzt werden können.
Suchbegriffe: Birntaster, Schwesternruf, Pflegeruf, Lichtruf, Personenruf, Assistenzruf, (Klingelanlage), Hausnotruf, Sender, Sensor, Pusteklingel, Atemsensor, Großruftaster, Armband, Halsband, Wandtaster, Kissen, GerĂ€uschmelder, Akustik, Funkruf, Adapter, Zugtaster, (Kontaktmatte), (Bettkantensensor), (Bewegungsmelder), (Sitzsensor), (TĂŒrwĂ€chter)

  • Protokolle: EasyWave, AAL-Homecare
  • HĂ€ndler/Hersteller: Explorer GmbH, AAL-Homecare

Lösungen

AAL Homecare | AAL Profiline Funk-Notrufkissen HC-101

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Kriterien

Was ist das Ziel? Zu welchem Zweck soll das Ziel erreicht werden?

Durch die AuffĂ€cherung verschiedener Lösungen fĂŒr die Aufgabenstellung des Labors traten weitere Zielsetzungen hervor:

  • Manuelle Rufauslösung: Ein Pflegeruf soll aus freiem Willen und durch schlĂŒssiges Verhalten ausgelöst werden, weil pflegerische UnterstĂŒtzung benötigt wird.
    • Personengebundene Rufauslösung: Der Ruf soll durch eine bestimmte Person ausgelöst werden.
    • Beliebige Person einer Gruppe löst aus: Der Ruf soll durch eine sorgende Gruppe in geteilter Verantwortung ausgelöst werden, z.B. wenn im Rahmen einer GruppenaktivitĂ€t zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung benötigt wird oder die Gastgebende Person die Gruppe vorĂŒbergehend abwesend ist.
    • Mobiler Begleiter: Der Ruf soll z.B. vom Tisch aus ausgelöst werden.
    • Sturzprophylaxe: Der Rufauslöser soll auf dem Nachttisch daran erinnern, fĂŒr den Gang zur Toilette UnterstĂŒtzung zu rufen.
    • MobilitĂ€tsförderung: Der Rufauslöser soll personengebunden genutzt werden können, einer Sturzangstbedingten Bewegungsarmut entgegenzutreten (z.B. Armband-Rufauslöser, Halsband-Rufauslöser). ☛ Assoziierte Ziele: (a) Indoor-Ortung bei Alarmauslösung, (b) RĂŒckmeldung bei Verlassen des Empfangsbereichs (c) Verlust (verlieren, Transfer in andere Versorgungseinrichtungen), (d) Nutzungsschnittstelle in anderen Versorgungseinrichtungen
    • RessourceneinschrĂ€nkungen:
      • Koordination: Der Rufauslöser kann auch mit koordinatorischen EinschrĂ€nkungen (z.B. Tremor, motorische Tics, Myoklonus, Dyskinesien, Dystonien,…) genutzt werden.
      • Kraft: Der Rufauslöser kann auch mit eingeschrĂ€nkter Kraft genutzt werden.
      • Reichweite: Der Rufauslöser kann auch mit eingeschrĂ€nktem Bewegungsradius genutzt werden.
  • Achtung: Rufe, die automatisiert (z.B. durch versteckte oder schwer zu umgehende Sensoren) ausgelöst werden, können moralisches Unbehagen erzeugen. Wir wollen in WiQQi einen „Werte-Pool“ erzeugen und die Ursachen fĂŒr dieses Unbehagen sammeln. Denn: Dies erweitert die Perspektive, kann dadurch sensibilisieren und so davor bewahren, dass die betroffenen Werte verletzt werden. Treten Sie gerne mit uns in Kontakt!

Ressourcen des Menschen im Kontext der Umgebung

  • Erkennen einer Situation: Erkennt eine Person oder Gruppe die Situation, in der erwĂŒnscht ist, dass Hilfe geholt wird?
    • Mensch: Sind die benötigten Sinne gegeben (oder z.B. durch LĂ€hmungen limitiert oder gĂ€nzlich abwesend?) – oder
    • Kontext: Werden die benötigten Sinne von der Umgebung behindert (LĂ€rm, eingeschrĂ€nkte Sicht etc.)?
  • Wille zur Rufauslösung: Ist eine Person/Gruppe gewillt, einen Ruf auszulösen?
    • Mensch: Besteht das Risiko, dass die sinnlich wahrgenommene Situation bagatellisiert wird und das UnterstĂŒtzungspotential nicht erkannt wird?
    • Kontext: Besteht das Risiko, dass der Wunsch, einen Ruf auszulösen durch (implizite) Regelungen in der Umgebung unterdrĂŒckt wird? (Man möchte die zu Hilfe kommende Person nicht belasten, Strafe oder Nachteile durch die Rufauslösung werden erwartet, Abneigung gegen das vorhandene Personal)
  • Ressourcen zur physischen Rufauslösung:
    • Ist der Sensor in der Reichweite des Menschen (Hand, Ellenbogen, Kopf, Fuß…)? ODER: In Welcher Distanz muss ein Rufauslöser sein, damit der Sensor erreicht wird?
    • Kann der Mensch den Körper hinreichend koordinieren, um gezielt und zuverlĂ€ssig umzusetzen, was fĂŒr eine Rufauslösung notwendig ist? ODER: Wie muss ein Rufauslöser gestaltet sein, damit die Auslösung fĂŒr den Nutzer möglich ist?
    • Kann der Mensch die vom Sensor erforderliche(n) GrĂ¶ĂŸen (z.B. Kraft) aufbringen, um den Sensor auszulösen? ODER: Welche GrĂ¶ĂŸen muss ein Sensor messen, damit er zum Menschen passt? Welche Indikatoren gibt es im Alltag, dass die Ressourcen vorhanden sind?
      • Wasserflasche öffnen ☛ Hypothese: Wer eine Wasserflasche öffnen kann, kann mit allen von der Hand bedienten Rufauslösern umgehen, die in Reichweite sind.
      • Kugelschreiber drĂŒcken â˜› Hypothese: Wer einen Kugelschreiber drĂŒcken kann, kann alle Sensoren bedienen, die in Reichweite sind und weniger Kraft erfordern als das DrĂŒcken des Kugelschreibers.
      • Mit Strohhalm trinken â˜› Hypothese: Wer aus einem Strohhalm trinken kann, kann auch Atemsensible Rufauslöser bedienen.
      • Sprechen ☛ Hypothese: Wer sprechen kann, kann auch gerĂ€uschsensible Rufauslöser bedienen.
  • Feedback: Woran erkennt ein Mensch, dass er erfolgreich einen Ruf abgesetzt hat?
    • Welches Feedback muss ein Rufauslöser geben, damit der Mensch erkennt, dass der Ruf abgesetzt wurde?
    • Welches Feedback muss eine Rufanlage geben, damit der Mensch erkennt, dass der Ruf vermittelt wurde?
    • Welches Feedback muss die gerufene Person geben, damit der Mensch erkennt, dass sie kommt (und wann sie kommt)?

Beschreibende Kriterien

☛ Entwicklungshinweis: Perspektivisch sollen die beschreibenden Dimensionen mit der fachlichen und ethischen Reflexion verknĂŒpft werden.

  • Abmessungen: Welche Dimensionen (LĂ€nge, Breite, Höhe) hat der Rufauslöser?
  • Abmessungen des sensorisch wirksamen Bereichs: Welche Dimensionen (LĂ€nge, Breite, Höhe) die sensorisch wirksame FlĂ€che im Raum?
  • Gewicht: Wie schwer ist der Rufauslöser?
  • Kosten: Die Kosten von Lösungen lassen wir aktuell bewusst außen vor, bis wir eine Methode zur umfassende Kostenbewertung gefunden haben, die nicht nur Anschaffung und Prozesse, sondern auch die Kosten/Nutzen der erwĂŒnschten bzw. unerwĂŒnschten Wirkung bemessen können. Wir freuen uns hier ĂŒber Anregungen.
  • Farbgebung: Was sind die dominanten Farben des Sensors?
  • Farbgebung Rufauslösung: Was sind die dominanten Farben des Rufauslösers (z.B. rote zu drĂŒckende FlĂ€che)
  • Beschriftung/Symbolik: Gibt es schriftliche oder Symbolische Hinweise zur Funktion des Rufauslösers? Falls ja: welche?
  • Beleuchtung: Ist der Rufauslöser im Dunkeln auffindbar z.B. durch Beleuchtung oder Fluoreszenz?
  • OberflĂ€che: Ist die OberflĂ€che leicht zu reinigen/desinfizieren? (Glatt? Strukturiert, undurchlĂ€ssig gegenĂŒber FlĂŒssigkeiten)?
  • Haptik: Ist das Objekt starr/flexibel? Hart/weich? FĂŒhlt es sich kalt/warm an? Schwitzt die Hand auf dem Objekt bzw. die Haut unter dem Objekt?
  • Einsatzort:
    • Ortsgebunden: Ist der Rufauslöser zur dauerhaften, unverĂ€nderlichen Montage geeignet?
    • Mobil:  Ist der Rufauslöser fĂŒr den ortsungebundenen, mobilen Einsatz geeignet? (kann er vorĂŒbergehend befestigt werden? Ist er rutschfest?)
    • Personengebunden: Kann der Rufauslöser an personengebundenen Objekten (z.B. Rollator, Spazierstock) befestigt werden?
  • Gibt der Rufauslöser Feedback und falls ja: Welchen Sinn spricht das Feedback an?
    • Fernsinne:
      • visuelle Wahrnehmung, sehen (z.B. LED/Leuchte, Textnachricht)
      • auditive Wahrnehmung, hören (z.B.  Signalton, Sprachnachricht)
      • taktile Wahrnehmung, fĂŒhlen (z.B. Entlastungsimpuls, Vibration)
    • Nahsinne
      • olfaktorische Wahrnehmung, riechen (z.B. Duft)
      • gustatorische Wahrnehmung, schmecken (z.B. Geschmack)
      • Thermorezeption – Temperatursinn
      • Nozizeption – Schmerzempfinden
      • VestibulĂ€rer Sinn – Gleichgewichtssinn
      • Propriozeption – Körperempfindung, TiefensensibilitĂ€t

Technik-beschreibende Kriterien

☛ Entwicklungshinweis: Perspektivisch sollen auch die Technik beschreibenden Dimensionen mit der fachlichen und ethischen Reflexion verknĂŒpft werden.

  • Anbindung an die Rufanlage: Wie ist der Rufauslöser an die Rufanlage angebunden:
    • Kabel
    • Funk (Lizenzfreie ISM bzw. Alarmfunkanlagen FrequenzbĂ€nder)
      • „Sozialfunkfrequenz“ (869 MHz): z.B. 869,23 MHZ AAL-Profiline Protokoll
      • „GebĂ€udefunk“ (868 MHz): z.B. 868,30 MHz EasyWave-Protokoll
    • Heartbeat-Funkion: Gibt es eine Meldung, wenn der Rufauslöser ausfĂ€llt?
  • Energieversorgung:
    • Kabelgebunden z.B. ĂŒber die Rufanlage
    • Batterie/Akkus (Gibt es eine Batterie-Leer-Status-Meldung?)
    • Energy Harvesting, z.B. EnOcean
  • Einstell-Optionen: Einstell-Optionen erweitern die Einsatzmöglichkeiten, können bei unerwĂŒnschtem Verstellen oder Vergessen zu unerwĂŒnschten Effekten fĂŒhren.
    • An/Aus-Schalter
    • Akustisches Feedback An/Aus
  • Bei Schaltern:
    • Wird ein Schalter an einer Stelle (z.B. mittig) gedrĂŒckt – oder gibt es die Option mehrfach (z.B. oben/unten) zu drĂŒcken?

Fachliche Reflexion:

  • Formgebung: Womit ist die Form des Sensors assoziiert?
    • ImpulsunterstĂŒtzung ↔ Impulshemmung: Wirkt die Gestaltung des Auslösers „aktivierend“/“motivierend“ oder eher „abschreckend“/“unterbindend“, einen Ruf auszulösen? (☛ Werden unerwĂŒnschte und/oder erwĂŒnschte Rufe unterstĂŒtzt?)
    • Wohnlichkeit ↔ Sichtbarkeit: FĂŒgt sich der Rufauslöser harmonisch ins Gesamtbild der Umgebung ein? Ist er (gleichzeitig) gut sichtbar und erkennbar?
    • Beleuchtung ↔ Lichtverschmutzung: Ist der Rufauslöser beleuchtet und im Dunkeln auffindbar bzw. stört sein leuchten?
  • Lagerung/MobilitĂ€tseinschrĂ€nkungen: Kann ein Körperteil zur Rufauslösung auf dem Sensor gelagert werden? Gibt es Bedenken in Bezug auf das Schwitzen bzw. punktuellen Druck?
  • (funktionsbezogene) Assoziationen zur Gestaltung können Hinweise zur intuitiven (Fehl-)Bedienung geben:
    • Buzzer (Grobhand- und Fußschalter): Könnte motivierend auf eine (erwĂŒnschte wie unerwĂŒnschte!) Rufauslösung fĂŒhren.
    • Handtasche (Notruf-Kissen): Könnte in der Funktion als Rufauslöser verkannt werden.
    • Mikrofon (GerĂ€uschbasierter Atemsensor): Könnte in der Funktion als Mikrofon verkannt werden
  • Mobiler Einsatz: Wie wird konzeptionell ĂŒber die Nutzung des Rufauslösers aufgeklĂ€rt? Wie ist konzeptionell klargestellt, von welchem Ort aus der Ruf abgesetzt wird bzw. wo Hilfe benötigt wird?
  • Unfallrisiko:
    • Strangulationsrisiko: Geht von Kabeln oder SchnĂŒren im individuellen Einzelfall eine Strangulationsgefahr aus?
    • Aspirationsrisiko: Können Kleinteile im individuellen Einzelfall verschluckt werden?
  • Montage/Platzierung:
    • Ist die Montage/Platzierung des Rufauslösers mit den Prozessen der Pflege oder den Ressourcen der nutzenden Person vereinbar?
    • Ist die Platzierung des Rufauslösers entsprechend des individuellen Einzelfalls hinreichend flexibel oder starr?
  • Installation/Einstellung/Kalibrierung:
    • Ist eine Kalibrierung des Rufauslösers (wiederholt?) notwendig? Sind die notwendigen Prozesse mit den Bedarfen der Pflege oder der nutzenden Person vereinbar?

Ethische Reflexion:

  • Stigmatisierung: Wirkt die Gestaltung in der individuellen Situation stigmatisierend?
  • Transparenz zur Funktion: Gibt es simulierte bzw. als funktional wahrgenommene Effekte (z.B. haptisches Feedback bei Kapazitiven Schaltern), die z.B. durch TĂ€uschung zu Ohnmacht fĂŒhren können?
  • Regeln der Technik: Erfordern die Regeln der Technik eine VerĂ€nderung des Kontextes oder des Verhaltens, die die Werte von Menschen betreffen können, z.B.:
    • Teilhabe ↔ Privatheit: MĂŒssen fĂŒr gerĂ€uschsensible Rufe TĂŒren geöffnet oder geschlossen werden? Können RundfunkgerĂ€te, Telefone etc. weiterhin genutzt werden?
    • Informationale Selbstbestimmung: Werden Daten (z.B. Ton, Positionsdaten) ĂŒbermittelt, verarbeitet und aufgezeichnet? Entspricht das dem Willen von der betroffenen Personen? Sind diese informiert?

Evaluation im Gesamtsystem:

  • Meta-Kriterien:
    • Risiko eines Fehl- oder TĂ€uschungsrufs: Wie hoch ist das Risiko, dass eine Ruf aufgrund eines technischen Fehlers (Fehlruf) oder unbeabsichtigt (TĂ€uschungsruf) ausgelöst wird? ☛ Das fĂŒhrt zur Frage, WIE bzw. WANN Fehl- oder TĂ€uschungsrufe ausgelöst werden und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden (können). Das bedeutet, dass zwischen „bestimmungsgemĂ€ĂŸer“ und „falscher“ Anwendung unterschieden werden muss.
    • Risiko eines Systemausfalls: Wie hoch ist das Risiko, dass ein Ruf nicht ausgelöst wird? ☛ Das fĂŒhrt zur Frage, welche Voraussetzungen fĂŒr den zuverlĂ€ssigen Betrieb eines Systems gegeben sein mĂŒssen und welche Maßnahmen dafĂŒr ergriffen werden mĂŒssen.
    • Wartungs- und Administrationsaufwand: Welcher Aufwand (z.B. Installation, Wartung, Batteriewechsel) muss betrieben werden, damit ein Ruf ausgelöst werden kann?

Sensor-Prinzip:

Sensoren können nach verschiedenen Prinzipien ausgelöst werden:

  • Schwellwert: Ein bestimmter Wert muss ĂŒber- oder unterschritten werden.
  • VerĂ€nderung/Impuls: Eine bestimmte VerĂ€nderung muss in einer vorgegebenen Zeit auftreten.
  • Ereignis-Beginn: Ein Ruf wird ausgelöst, sobald ein Ereignis beginnt (z.B. DrĂŒcken â‡’ Ruf ).
  • Ereignis-Ende: Ein Ruf wird ausgelöst, sobald ein Ereignis nachlĂ€sst (z.B. DrĂŒcken ⇒ Nichts ⇒ Loslassen ⇒ Ruf).
  • FlĂ€che: Ein Ruf wird aufgelöst, wenn eine Aktion auf einer grĂ¶ĂŸeren FlĂ€che stattfindet.
  • Punktuell: Ein Ruf wird ausgelöst, wenn eine Aktion auf einem kleinen Punkt stattfindet.
  • Physikalische GrĂ¶ĂŸen
    • Druck: Auf den Sensor muss „stark“ oder „leicht“ gedrĂŒckt werden. Wir messen die Kraft (z.B. 9,81N) indirekt z.B. mit einer KĂŒchenwaage (z.B. 1kg).
    • Zug: An dem Sensor muss „stark“ oder „leicht“ gezogen werden. Die Kraft (z.B. 9,81N) könnte indirekt z.B. mit einer Kofferwaage (z.B. 1kg) gemessen werden.
    • Luftdruck: Mit einer bestimmten IntensitĂ€t muss z.B. in ein MundstĂŒck geblasen werden. Wir machen die Kraft mit einem Luftballon oder Einweghandschuh greifbar.
    • KapazitĂ€t: Eine hinreichend kapazitiv wirksame FlĂ€che (z.B Hand, Wasser (SprĂŒhdesinfektion, Putzlappen), Alufolie/Metall) wird vom Sensor wahrgenommen, so dass ein Ruf ausgelöst wird. Es ist nur die NĂ€he, kein Druck erforderlich.

Auslösealgorithmus:

Zur Auslösung können verschiedene Bedinungnen gesezt werden (relevant z.B. bei LautstÀrkegesteuertem Ruf):

  • Einzelbedingung: Ein einzelner Impuls reicht aus, um einen Sensor auszulösen.
  • Mehrfachbedingungen: Um die adressierte Funktion des Sensors sicherzustellen, können mehrfache Bedingungen verknĂŒpft werden (z.B. Bool’sche Operatoren) werden:
    • UND (Konjunktion): Alle verknĂŒpften Bedingungen mĂŒssen beide erfĂŒllt sein. (z.B. Notruf: Anwesenheit UND Notruf mĂŒssen aktiviert werden.)
    • ODER (Disjunktion): Mindestens eine verknĂŒpfte Bedingung muss erfĂŒllt sein. (z.B. Zusatztaster: Zusatztaster ODER original-Taster können gedrĂŒckt werden)
    • NICHT (Negation): Eine Bedingung wird aufgehoben (z.B. Aussteck-Alarm: Wenn der Stecker NICHT mehr in der Buchse steckt, wird ein Ruf ausgelöst)
    • WeiterfĂŒhrende VerknĂŒpfungen:
      • XOR (ausschließliches ODER): Genau eine Option ist erfĂŒllt (z.B. Rolladensteuerung: ENTWEDER soll die Jalousie nach oben fahren ODER nach unten)
      • NAND (Nicht-Und): Alle Bedingungen mĂŒssen erfĂŒllt sein, damit kein Alarm ausgelöst wird (z.B. Personenschutz-Notruf: Der Sender darf NICHT aus der senkrechten Position gebracht werden UND er darf NICHT zerstört werden, sonst wird ein Notruf ausgelöst)
      • NOR (Peirce-Funktion): Keine der Bedingungen darf erfĂŒllt sein, damit ein Signal ausgegeben wird (z.B. Passives Beschwerdemanagement: Solange keine Beschwerde vorliegt, gehen wir davon aus, dass alles okay ist.)
      • XNOR (Äquivalenz): Wenn beide EingĂ€nge gleich sind, wird ein Signal ausgegeben (z.B. Einstimmiger Beschluss: Nur wenn ALLE dafĂŒr oder dagegen sind, gilt ein Beschluss als einstimmig)
  1. 07/2018: Laboranfrage und Recherche nach Lösungen.
  2. 08-11/2018: BĂŒrgerlabor #1: Testung und Reflexion der Lösungen im Rahmen von Anleitungen.
  3. seit: 12/2018: BĂŒrgerlabor #2: Testung und Reflexion der Lösungen im Rahmen von Anleitungen.
  4. ab 2019 wird eine Datenbank aufgebaut, mit der Lösungen und Kriterien „verzehrfertig“, d.h. ĂŒbersichtlicher dargestellt und besser selektiert werden können. Wir freuen uns auf Entwicklungsimpulse (Kommentarfunktion)
Die Bedienung des vorhandenen Tasters erfordert mehr Kraft und Beweglichkeit, als von der Person, die den Pflegeruf auslösen möchte nach einem Krankheitsschub aufgebracht werden kann.
Die Person kann einen Pflegeruf jederzeit und selbstÀndig auslösen.
Der Pflegeruf soll ausgelöst werden, um UnterstĂŒtzung der Pflege (insbesondere Trinken, Telefonanruf starten, UnterstĂŒtzung bei der Bewegung) anzufordern.
Der Bewegungsspielraum der Hand liegt bei etwa 20cm, leichte GegenstÀnde können gehalten werden.
Bisher wurde ein leichtgĂ€ngiger Schalter verwendet, der nah an der Hand im Bett positioniert wurde. Als Übergangslösung wurde ein Babyphon installiert.

Lösungsoptionen in der Laborbox

Die Lösungsoptionen in der Laborbox wurden uns von der Explorer GmbH (Dienstleister/Systemanbieter) und Lehmann Electronic GmbH (Hersteller) kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt. Bitte beachten Sie, dass HC-Funk und Easywave-Funk getrennte Systeme sind.

869,23 MHz AAL-Profiline-Funk Lösungen

868,30 MHz Easywave Lösungen

Zubehör

  • Schraubendreher: Werra 118006 0,4×2,0 (Zum Einstellen der GerĂ€uschmelder und des AAL-Profiline-Notrufkissens)
  • 3M Dual Lock Pilzkopfklebeband (Verbrauchsmaterial)

Laborhinweise

    • Bitte prĂŒfen Sie bei erhalt die Laborbox auf VollstĂ€ndigkeit
    • Bitte desinfizieren Sie den Boxinhalt bei Erhalt der Laborkiste
    • Bitte teilen Sie uns mit, was genau Sie an einzelnen Lösungen gut oder schlecht finden. Jede Bewertung ist Hinweis auf ein Kriterium, das fĂŒr Alle wichtig sein könnte!
    • Bitte ĂŒberprĂŒfen Sie die bisher aufgestellten Hypothesen – Jedes Widerlegen oder BestĂ€tigen einer Hypothese ist wertvolles Wissen!
    • Wir suchen immer nach Messmethoden und Hinweisen, mit der mit Alltags-GegenstĂ€nden eine Ressource eingeschĂ€tzt werden kann (z.B Kraft: (unverschlossene) Flasche öffenen, Glas öffnen, mit einem Druckknopf- oder Dreh-Kugelschreiber die Kugelschreiber-Mine ein- oder ausfahren…)
    • Bitte desinfizieren Sie den Boxinhalt vor dem Weiterversand
    • Bitte prĂŒfen Sie vor der Weitergabe die Laborbox auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte melden Sie uns Verluste oder Defekte unverzĂŒglich.

2 Gedanken zu „Pflegeruf

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